Augenflimmern - was steckt hinter diesem visuellen Phänomen?

Augenflimmern zählt zu den visuellen Phänomenen. Bei diesem Vorgang, der vor allem am Rand des Sichtfelds auftritt, sehen die Betroffenen kleine leuchtende Punkte, die sich vor den Augen hin und her bewegen. Dabei kann diese Form der Sichtbeeinträchtigung sowohl kurzfristig als auch dauerhaft auftreten und in ihrer Intensität sehr unterschiedlich ausgeprägt sein.

Ist das Augenflimmern harmlos?

Bei vielen Betroffenen beginnt das Augenflimmern heftig und abrupt. Oft steigert sich das Flimmern vor den Augen langsam. Für die meisten vom Augenflimmern betroffenen Menschen ist dieses Phänomen anstrengend und mit unangenehmen Symptomen verbunden. Augenflimmern gilt jedoch nicht als eigenständige Krankheit, sondern kann als Begleitsystem unterschiedlichster Erkrankungen auftreten. Oft wird das Augenflimmern mit dem Blick in eine Lichterkette verglichen. Die Stärke einer Sehstörung kann allerdings sehr unterschiedlich ausfallen.

Falls du ein Symptom wie Augenflimmern bei dir bemerkst, solltest du umgehend einen Augenarzt aufsuchen. Der Facharzt wird dann verschiedene Untersuchungen durchführen, um die Ursache für das Augenflimmern zu finden. Zu den möglichen Gründen für das Flimmern vor den Augen gehört die Augenmigräne. Die sogenannte ophathalmische Migräne, die medizinisch auch als Flimmerskotom bezeichnet wird, kann Symptome wie Augenflimmern, Blitze vor den Augen oder das Sehen von Zickzack-Linien verursachen.

Während des Augenflimmerns kann es darüber hinaus zum teilweisen Verlust der Sehkraft in bestimmten Bereichen des Gesichtsfeldes kommen. In der Regel werden die Sehstörungen bei einer Augenmigräne von flimmernden Lichterscheinungen begleitet. Dabei kann das Augenflimmern sowohl einseitig als auch in beiden Augen gleichzeitig auftreten. Oft ist das Flimmern vor allem am Rande des Sichtfeldes sichtbar. Das Unangenehme am Augenflimmern besteht darin, dass das Flimmern selbst bei geschlossenen Augen wahrnehmbar ist. Die Ursachen für eine Augenmigräne sind vielfältig.

Augenflimmern durch Stress und Übermüdung

Migräne als Folge von AugenflimmernNeben Übermüdung kommen auch Stress, Überanstrengung der Augen durch Computerarbeit sowie akuter Nährstoffmangel infrage. Die mit dem Augenflimmern verbundenen Sehstörungen können auch als Vorboten eines Migräneanfalls auftreten. In diesem Zusammenhang spürst du möglicherweise weitere Begleiterscheinungen wie Schwindel, Übelkeit oder Erbrechen sowie Kopfschmerzen und Nackenschmerzen. Bei einer Augenmigräne halten die Symptome durchschnittlich zwischen 15 und 30 Minuten an. Sobald der Stress etwas nachlässt, verschwindet auch das Augenflimmern wieder. Um dir selbst zu helfen, kannst du kalte Kompressen verwenden, die du auf Augen und Nacken legst. Hilfreich sind auch Ruhe und Entspannung sowie gedämpftes Licht.

Sofern sich die Augenbeschwerden nicht innerhalb von 30 Minuten oder einer Stunde von selbst wieder beruhigt haben, solltest du deinen Hausarzt verständigen. Falls Sehstörungen wie das Augenflimmern häufiger auftreten, kann es sich durchaus um eine ernsthafte Krankheit, die einer Behandlung bedarf, handeln. Zu den Augenkrankheiten, die Flimmern vor den Augen verursachen können, zählen beispielsweise eine Aderhautentzündung oder eine drohende Ablösung der Netzhaut. Darüber hinaus kann auch eine Durchblutungsstörung der Gehirngefäße, die normalerweise nach einem Schlaganfall auftritt, hinter diesen Beschwerden stecken.

Bei unklaren Symptomen solltest du schnellstmöglich medizinische Hilfe in Anspruch nehmen. In den meisten Fällen sind Lichtphänomene wie das Augenflimmern jedoch eher harmlos. Obwohl das Flimmern auf den ersten Blick sehr beunruhigend wirkt, können die Beschwerden nach einer augenärztlichen Abklärung und der richtigen Therapie rasch beseitigt werden. Grundsätzlich kommt für das Augenflimmern jedoch eine Vielzahl an Ursachen infrage, sodass vor der Behandlung eine sorgfältige Diagnostik erfolgen muss.

Muss ich bei Augenflimmern zum Arzt?

anatomisches AugeDamit es nicht zu weiteren Veränderungen an den Augen oder sogar zu ernsthaften Augenerkrankungen kommt, solltest du dich möglichst rasch an einen Augenarzt wenden. Harmlosen Ursachen für das Augenflimmern wie starke Müdigkeit oder Überanstrengung der Augen kannst du selbst durch die Einhaltung einiger Regeln vorbeugen. Vermeide Stress und Überanstrengung und sorge mit regelmäßigen Computerpausen dafür, dass deine Augen nicht überanstrengt werden. Kurzzeitige Sehstörungen sind in der Regel ungefährlich und verschwinden nach einer ausgiebigen Erholungsphase rasch wieder.

Um Überforderungen der Augen zu vermeiden, empfiehlt es sich, die sogenannte 20-20-20-Regel zu beachten. Dabei solltest du circa alle 20 Minuten deine Computerarbeit kurz unterbrechen, um etwa 20 Sekunden lang einen bestimmten Gegenstand, der sich in circa 20 Minuten Entfernung befindet, zu betrachten. Falls du an Migräne leidest, kennst du das Augenflimmern vermutlich als eine Art "Vorzeichen" vor einem Migräneanfall. In diesem Zusammenhang tritt das Flimmern vor den Augen oft in Form von Leuchtblitzen oder als milchiger Schleier auf.

Augenflimmern in der Schwangerschaft

Bei Lichterscheinungen im Auge kann ohne zuverlässige Diagnose nicht beurteilt werden, ob die Störung harmlos oder gefährlich ist. Da Blitze im Auge auch andere Ursachen haben und beispielsweise durch eine Überanstrengung beim Sport oder eine Kreislaufschwäche hervorgerufen werden können, ist es sinnvoll, einen Arzt hinzuzuziehen. Manchmal kommt es beim Augenflimmern außerdem zu einer Durchblutungsstörung im Gehirn, sodass gleichzeitig zu den Lichterscheinungen auch Schwindel auftreten kann.

Besonders häufig tritt Augenflimmern während der Schwangerschaft auf. Blitze in den Augen können bei schwangeren Frauen in Verbindung mit weiteren Symptomen wie Bluthochdruck, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen vorkommen. In der Schwangerschaft sind Beeinträchtigungen des Sehvermögens immer ein Alarmzeichen, da sie Symptome einer sogenannten Schwangerschaftsvergiftung sein können. Eine Behandlung sollte im Interesse der zukünftigen Mutter und des ungeborenen Kindes so schnell wie möglich beginnen.

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